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	<title>Blog der Becker Stiftung</title>
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	<description>Alles zum Thema Alter</description>
	<lastBuildDate>Tue, 15 May 2012 19:54:09 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Gentherapie ermöglicht älteren Mäusen längeres Leben</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 19:49:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Becker Stiftung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Eine Gentherapie hat erwachsenen Mäusen zu einem längeren Leben verholfen. Die Behandlung verlangsamt das Altern und bessert die Gesundheit der Tiere, wie eine Studie am Spanish National Cancer Research Centre in Madrid ergab. Die Forscher hatten mit Hilfe der Gentherapie das sogenannte Jungbrunnen-Enzym Telomerase in den Zellen der Mäuse entstehen lassen. Dieses bremst die Alterung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="textBlock">&#8220;Eine Gentherapie hat erwachsenen Mäusen zu einem  längeren Leben verholfen. Die Behandlung verlangsamt das Altern und  bessert die Gesundheit der Tiere, wie eine Studie am Spanish National  Cancer Research Centre in Madrid ergab. Die Forscher  hatten mit Hilfe der Gentherapie das sogenannte Jungbrunnen-Enzym  Telomerase in den Zellen der Mäuse entstehen lassen. Dieses bremst die  Alterung der Erbgutträger (der Chromosomen) [...]&#8220;</div>
<div></div>
<div>FOCUS Online:  <a href="http://www.focus.de/wissen/mensch/wissenschaft-gentherapie-ermoeglicht-aelteren-maeusen-laengeres-leben_aid_753225.html" target="_blank">http://www.focus.de/wissen/mensch/wissenschaft-gentherapie-ermoeglicht-aelteren-maeusen-laengeres-leben_aid_753225.html</a>, 15.05.2012</div>
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		<title>Neue Qualitätskriterien der BZgA für Maßnahmen der Gesundheitsförderung</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 19:19:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Becker Stiftung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheitsförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>

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		<description><![CDATA[Gesundheitsförderung effektiv gestalten Neue Qualitätskriterien der BZgA für Maßnahmen der Gesundheitsförderung im Bereich Ernährung, Bewegung und Stressregulation (BZgA) hat gemeinsam mit Experten einen Leitfaden mit Qualitätskriterien für gesundheitsfördernde Maßnahmen im Bereich Ernährung, Bewegung und Stressregulation entwickelt. Die 20 Kriterien sollen Fachkräften &#8211; etwa in Kindertagesstätten, Schulen, Betrieben oder anderen Einrichtungen &#8211; helfen, qualitätsgesicherte Angebote zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gesundheitsförderung effektiv gestalten </strong><br />
<strong>Neue  Qualitätskriterien der BZgA für Maßnahmen der Gesundheitsförderung im  Bereich Ernährung, Bewegung und Stressregulation<br />
</strong></p>
<p>(BZgA) hat gemeinsam mit Experten einen Leitfaden mit Qualitätskriterien  für gesundheitsfördernde Maßnahmen im Bereich Ernährung, Bewegung und  Stressregulation entwickelt. Die 20 Kriterien sollen Fachkräften &#8211; etwa  in Kindertagesstätten, Schulen, Betrieben oder anderen Einrichtungen &#8211;  helfen, qualitätsgesicherte Angebote zu entwickeln oder die Qualität  bestehender Angebote zu verbessern.</p>
<p>Die Qualitätskriterien sind einfach und leicht verständlich beschrieben.</p>
<p>Sie begleiten die Akteure von den ersten Planungsschritten bis hin zur  Überführung der Maßnahme in ein dauerhaftes Angebot. So ist es  beispielsweise wichtig, vor der Implementierung einer Maßnahme den  konkreten Bedarf zu ermitteln, die Zielgruppen zu definieren, diese an  der Entwicklung des Angebots zu beteiligen sowie die notwendigen  finanziellen Mittel sicherzustellen. Darüber hinaus sollte der Verlauf  einer Maßnahme dokumentiert und die Zielerreichung überprüft werden, um  abschließend die Wirkung des Angebots kritisch zu hinterfragen.</p>
<p>„Bei gesundheitsfördernden Maßnahmen auf Qualität zu achten, hilft nicht  nur die gesetzten Ziele zu erreichen, sondern auch Zeit, Geld und  Arbeitskraft effektiv einzusetzen“, sagt BZgA-Direktorin Prof. Dr. Elisabeth Pott. „Der neue Leitfaden soll Fachkräfte vor Ort ganz  praktisch dabei unterstützen, ihre Kompetenzen zu stärken und die  Qualität ihrer Maßnahmen zu erhöhen. Jeder Schritt in diese Richtung  bringt die Gesundheitsförderung voran.“ Beispiele aus der Praxis  veranschaulichen zudem, wie die Kriterien angewendet werden können. Der  Leitfaden richtet sich an alle Fachkräfte, die Projekte zur Ernährung,  Bewegung und Stressregulation für Menschen jeden Alters planen und  durchführen. Die Erfüllung der Qualitätskriterien ist für eine  Projektantragsstellung beim Bundesministerium für Ernährung,  Landwirtschaft und Verbraucherschutz bereits verbindlich.</p>
<p>Der Leitfaden kann unter<br />
<a href="http://www.pressrelations.de/new/standard/dereferrer.cfm?rurl=http://www.bzga.de/infomaterialien/ernaehrung-bewegung-stressbewaeltigung" target="_blank">http://www.bzga.de/infomaterialien/ernaehrung-bewegung-stressbewaeltigung</a> heruntergeladen und kostenlos bestellt werden. Bestellungen sind außerdem möglich unter:</p>
<p>Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung,<br />
51101 Köln,<br />
Fax: 0221-8992257,<br />
E-Mail: <a href="mailto:order@bzga.de" target="_blank">order@bzga.de</a></p>
<p>Dr. Marita Völker-Albert<br />
Pressesprecherin der<br />
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung<br />
51101 Köln<br />
Tel. 0221-8992280<br />
Fax: 0221-8992201<br />
E-Mail: <a href="mailto:marita.voelker-albert@bzga.de" target="_blank">marita.voelker-albert@bzga.de</a><br />
<a href="http://www.pressrelations.de/new/standard/dereferrer.cfm?rurl=http://www.bzga.de" target="_blank">http://www.bzga.de</a></p>
<p>Link zur Pressemitteilung: <a href="http://www.pressrelations.de/new/standard/dereferrer.cfm?r=494435" target="_blank">http://www.pressrelations.de/new/standard/dereferrer.cfm?r=494435</a></p>
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		<title>Blogbeitrag April zum Förderpreis “Alter und Arbeit 2011″</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 20:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Becker Stiftung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Becker Stiftung]]></category>
		<category><![CDATA[Förderpreis "Alter und Arbeit"]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Verformbarkeit (Plastizität) und Leistungsfähigkeit unseres Gehirns nimmt im Alter ab, jedoch scheinen Lernen und Training diese Abnahme zu modifizieren. In meinem Blog gebe ich einen Überblick über die aktuellsten Erkenntnisse, welche Effekte verschiedene Lern- und Trainingsformen (mit besonderem Fokus auf körperliche Betätigung) auf Lernen und Gedächtnis sowie auf die Plastizität des Gehirns haben. Graue [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Verformbarkeit (Plastizität) und Leistungsfähigkeit unseres Gehirns nimmt im Alter ab, jedoch scheinen Lernen und Training diese Abnahme zu modifizieren. In meinem Blog gebe ich einen Überblick über die aktuellsten Erkenntnisse, welche Effekte verschiedene Lern- und Trainingsformen (mit besonderem Fokus auf körperliche Betätigung) auf Lernen und Gedächtnis sowie auf die Plastizität des Gehirns haben.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Graue Haare &#8211; graue Zellen? Wie Training und Lernen unsere Gehirnfunktionen und -strukturen beeinflussen und verändern können</strong></span></p>
<p>Viele ältere Menschen können beobachten, dass ihr Erinnerungsvermögen mit steigendem Alter nachlässt und Dinge nicht mehr so gut „gemerkt“ werden können, wie in jungen Jahren.  Normale Altersveränderungen treten im Gehirn besonders dort auf, wo neue Informationen in das Langzeitgedächtnis gespeichert werden (Abb. 1). Dabei nehmen insbesondere die Leistungsfähigkeit des episodischen Gedächtnisses und Arbeits-gedächtnisses mit fortschreitendem Alter ab. Daher können sich viele ältere Menschen u.a. neue Dinge und Informationen im Vergleich zu jungen Erwachsenen schlechter merken.</p>
<p>Empirische Studien zeigen jedoch auch, dass mit steigendem Alter die individuellen Leistungsunterschiede insbesondere im episodischem Gedächtnis und Arbeitsgedächtnis stark zunehmen. Hier lassen sich mehrere Gruppen erkennen: Eine Gruppe, die einen sehr starken Leistungsabfall in den o.g. kognitiven Domänen aufzeigt sowie eine andere, die einen „normalen“ altersabhängigen Leistungsabfall erkennen lässt.</p>
<p>Interessanterweise konnten empirische Studien eine weitere Gruppe älterer Erwachsener aufspüren, die genauso gute Gedächtnisleistungen zeigen, wie jüngere Erwachsenen (für eine Zusammenfassung, siehe: (Nyberg, Lovden, Riklund, Lindenberger, &amp; Backman, 2012)). Diese „<strong>kognitiv</strong> <strong>erfolgreich gealterte</strong>“ Gruppe stellt insbesondere für die Alters- und Präventionsforschung eine sehr interessante Gruppe dar.</p>
<p><a href="http://blog-becker-stiftung.de/wp-content/uploads/2012/05/Abbildung1.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-4314" title="Abbildung1" src="http://blog-becker-stiftung.de/wp-content/uploads/2012/05/Abbildung1-300x219.png" alt="" width="300" height="219" /></a></p>
<h6><strong>Abbildung 1</strong>: Hirnstrukturen, die einen frühen, altersbedingten Abbau zeigen</h6>
<p>Auch wir konnten diese „erfolgreich-gealterte“ Gruppe in einer funktionell-bildgebenden Studie detektieren: Es gibt Personen, die auch im hohen Alter ähnliche Gedächtnisaktivierungen haben und dabei auch dieselbe Merkfähigkeit besitzen, wie junge Erwachsene (Abbildung 2). Follow-up Analysen zeigten, dass die gedächtnisrelevanten Strukturen (z.B. Hippokampus, präfrontaler Kortex) bei der erfolgreich gealterten (also den jungen Erwachsenen „ähnlichen“) Gruppe, besser erhalten sind (Duzel, Schutze, Yonelinas, &amp; Heinze, 2011).</p>
<p><a href="http://blog-becker-stiftung.de/wp-content/uploads/2012/05/Abbildung2.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-4315" title="Abbildung2" src="http://blog-becker-stiftung.de/wp-content/uploads/2012/05/Abbildung2-300x126.png" alt="" width="300" height="126" /></a></p>
<h6><strong>Abbildung 2:</strong> Die Hirnaktivität (rot) eines jungen Erwachsenen beim Merken von Bildern. Analysen deckten bei  den älteren Erwachsenen  drei unterschiedliche Aktivierungsmuster auf. Eine dieser Gruppe zeigte dabei ähnliche Aktivierungen, wie die Gruppe junger Erwachsener.</h6>
<p><strong> </strong></p>
<p>Wie gut oder schlecht man altert, hängt nicht nur von den Genen ab. Vieles können wir durch unser Verhalten und Training selbst beeinflussen!</p>
<p>Ein wichtiges Ziel vieler Wissenschaftsbereiche ist es, die Faktoren zu erforschen, die kognitive Altersverläufe modifizieren und zum einen die Entstehung einer Demenzerkrankung, zum anderen auch ein erfolgreiches Altern beeinflussen. Doch welche Signale können die Aktivität des Gehirns (inkl. seine Strukturen, Funktionen sowie Neurochemie) anregen und trainieren, um es widerstandsfähiger gegenüber Alterungsprozessen zu machen oder es sogar zu „verjüngen“?</p>
<p>Die Erforschung der Faktoren, die ein erfolgreiches Altern fördern, hat insbesondere bezüglich der Prävention altersbedingter Gedächtnisstörungen in den letzten Jahren großes Interesse geweckt und ist auch für die Arbeitswelt von großer Bedeutung. Empirische Studien zeigen vielversprechende Ergebnisse: <strong>Lebensstilfaktoren</strong> spielen eine wichtige Rolle. Insbesondere gesundheitsrelevante Lebensstilfaktoren, wie <strong>körperliche Aktivität</strong> (Erickson et al., 2011; Floel et al., 2010; Kramer et al., 2005; van Praag, 2008, 2009), <strong>Ernährung</strong>, <strong>Bildungsstand</strong> (Habib et al., 2007), <strong>kognitive Stimulation</strong> (van Praag, 2009; van Praag et al., 2000) und <strong>soziale Aktivität</strong> (Lovden et al., 2005) sind hierbei auch für die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns von Bedeutung (für einen Überblick siehe: Floel et al., 2008; Helm N., 2010). Tierstudien und Studien am Menschen konnten zeigen, dass die kognitive Plastizität im Alter zwar reduziert jedoch nicht komplett „verloren“ ist. Es gibt eine breite Literatur die zeigt, das kognitive und körperliche Interventionen mit hirnstrukturellen Veränderungen und kognitiven Verbesserungen bei jüngeren wie auch älteren Erwachsenen einhergehen.</p>
<p><strong><br />
1. Lern- und Trainingseffekte auf Hirnstruktur und -funktion</strong></p>
<p>Durch die rasante Entwicklung der bildgebenden Methoden (z.B. Magnetresonanztomografie (MRT), Diffusions-Tensor-Imaging (DTI), oder Perfusionsmessungen – <a href="http://blog-becker-stiftung.de/?p=4190" target="_blank">siehe Blog März 2012</a>), ist es möglich, auch kleine Veränderungen in Hirnstruktur und –funktion zu detektieren. Viele Studien untersuchen seither, wie spezifische Fertigkeiten, Wissen und Expertise spezifische Unterschiede in Hirnstruktur und –funktionen reflektieren. Beispielsweise wurden die Gedächtnisareale, die kritisch für Navigation und räumliches Gedächtnis sind, bei Londoner Taxifahrern untersucht (Maguire et al., 2000). Es zeigte sich, dass die Zahl der Berufsjahre mit der Größe des Hippokampus in dieser Gruppe in Zusammenhang gebracht werden konnte.</p>
<p>Darauffolgende Studien zeigten weitere Zusammenhänge zwischen spezialisierten Gruppen und Hirnanatomie, wie z.B. bei Musikern (Schneider et al., 2002) (Bengtsson et al., 2005).</p>
<p>Längsschnittstudien zeigten, dass neu gelernte <strong>komplexe motorische Fertigkeiten</strong>, wie Jonglierern (Draganski et al., 2004), Balance-Training (Taubert et al., 2010), aber auch <strong>rein kognitive Trainings</strong>, wie Gedächtnis- (Lovden et al., 2010), Navigationstraining (Lovden et al., 2012; Lovden et al., 2011) sowie Arbeitsgedächtnistraining (Takeuchi et al., 2010) mit strukturellen hirnplastischen Veränderungen in den Arealen zusammenhängen, die die jeweiligen Fertigkeiten koordinieren. Diese erfahrungsabhängigen-strukturellen Veränderungen sind nicht nur beschränkt auf die graue Substanz des Gehirns, sondern können auch in der weißen Substanz detektiert werden (Lovden et al., 2010).</p>
<p><strong><br />
2. Effekte körperlicher Aktivität auf Hirnstruktur und -funktion</strong></p>
<p>Viele Studien konnten zeigen, dass <strong>körperliche Aktivität</strong> die kognitive Leistungsfähigkeit verbessert und auch den altersbedingten kognitiven Abbau verzögern kann (Cotman, Berchtold, &amp; Christie, 2007; Hillman, Erickson, &amp; Kramer, 2008).</p>
<p>Längsschnittstudien zu Trainingseffekten bei älteren Personen zeigen hier zum Teil inkonsistente Ergebnisse. Einige Studien konnten kognitive Verbesserungen durch körperliches Training nachweisen (Dustman et al., 1984; Hawkins, Kramer, &amp; Capaldi, 1992; Kramer et al., 1999; Rikli &amp; Edwards, 1991), andere wiederum konnten keine Beziehungen finden (Blumenthal et al., 1991; Hill, Storandt, &amp; Malley, 1993; Madden, Blumenthal, Allen, &amp; Emery, 1989). Die Interpretation der Ergebnisse ist schwierig, da sich die Studien in Länge, Intensität und Trainingsart sowie im Alter und Gesundheitsstatus der Teilnehmer unterscheiden.</p>
<p>Bewegungsreichtum in der Kindheit scheint die kognitive Reservekapazität im höheren Erwachsenenalter zu beeinflussen. Es wurde gezeigt, dass regelmäßige körperliche Aktivität in der beginnenden Adoleszenz mit einer erhöhten Verarbeitungsgeschwindigkeit bei Männern im höheren Erwachsenenalter assoziiert ist (Dik, Deeg, Visser, &amp; Jonker, 2003). Einige Studien zeigen, dass eine hohe körperliche Aktivität im mittleren Erwachsenenalter mit einem reduzierten Demenzrisiko verbunden ist (Andel et al., 2008; Rovio et al., 2005). Die Resultate anderer Studien mit kürzeren follow-up Intervallen zeigen inkonsistente Ergebnisse, wobei einige berichten, dass regelmäßige Aktivität mit einem reduzierten Risiko für kognitive Störungen (Laurin, Verreault, Lindsay, MacPherson, &amp; Rockwood, 2001; Lytle, Vander Bilt, Pandav, Dodge, &amp; Ganguli, 2004), Demenz und Alzheimer (Karp et al., 2006; Larson et al., 2006; Podewils et al., 2005) verbunden ist und andere keine Beziehungen finden konnten (Broe et al., 1998; Wang et al., 2006; Wilson et al., 2002).</p>
<p>Personen, die sich selbst als körperlich sehr aktiv einschätzen, zeigen bessere kognitive Leistungen in den Bereichen logisches Denken, Arbeitsgedächtnis, Vokabelleistungen und Reaktionszeiten, verglichen mit inaktiven Personen (Yaffe, Barnes, Nevitt, Lui, &amp; Covinsky, 2001). Nichtsdestotrotz konnten verschiedene Interventionsstudien zeigen, dass sich auch bei eher inaktiven älteren Erwachsenen (60 bis 85 Jahre) durch Trainingsprogramme unterschiedlicher Dauer, Intensität und Trainingsart, kognitive Leistungen verbessern (Hillman et al., 2008; Kramer et al., 1999).</p>
<p><strong><em>Aerobes Training</em></strong> scheint dabei einen spezifischen Einfluss auf kognitive Leistungen zu haben. In einer 6 monatigen Trainingsstudie zeigte die Gruppe der älteren Erwachsenen (65-70 Jahre), die ein aerobes Training (Gehen) absolvierten eine selektive Verbesserung der exekutiven Kontrollprozesse (z.B. Planen, Handlungskontrolle, Arbeitsgedächtnisleistungen), verglichen mit der Gruppe, die an einem anaeroben Training (Dehnung) teilnahm (Kramer et al., 1999).</p>
<p>Diese positiven kognitiven Leistungsveränderungen durch körperliche Aktivität spiegeln sich auch auf <strong><em>hirnstruktureller Ebene</em></strong> wieder. Magnetresonanzstudien (MRI) konnten zeigen, dass die präfrontale und temporale graue Substanz bei aktiven Menschen eine höhere Dichte aufweist, verglichen zu der inaktiven Gruppe (Hillman et al., 2008).</p>
<p>Tierexperimentelle Studien und Studien beim Menschen (Pereira et al., 2007) deuten darauf hin, dass die positiven Effekte von körperlicher Aktivität und Fitness u.a. mit der Entstehung neuer Neurone (<em>Neurogenese</em>) im Hippokampus zusammenhängen. Es konnte gezeigt werden, dass <strong>Ausdauertraining</strong> die <strong>Neurogenese</strong> im Gyrus dentatus anregt: Im Tierversuch (van Praag, Christie, Sejnowski, &amp; Gage, 1999) zeigte sich bei jungen Mäusen, die ein Laufrad nutzten, eine deutliche Zunahme neuer Neurone im Vergleich zu einer inaktiven Kontrollgruppe. Gleichzeitig nahm auch die Leistung in einer visuell-räumlichen Gedächtnisaufgabe zu. Auch bei Creer und Kollegen (2010) führte Ausdauertraining bei drei Monate alten Mäusen zu erhöhter Neurogenese und signifikant besseren Ergebnissen bei der Bearbeitung einer „Pattern Separation Task“ im Vergleich zu einer inaktiven Kontrollgruppe.</p>
<p>Im Humanversuch konnten nach dreimonatigem Ausdauertraining bei jungen Erwachsenen verstärkt Neurogenese und Angiogenese beobachtet werden (Pereira et al., 2007). Obwohl das Potential zur Neurogenese im fortgeschrittenen Alter noch wenig erforscht ist, zeigen prospektive Studien beim Menschen, dass moderates körperliches Fitnesstraining über einen langen Zeitraum auch bei älteren Menschen die altersbedingte Atrophie des Hippokampus aufhalten kann (Erickson et al., 2011). Diese Erkenntnisse über die positiven Effekte von körperlicher Aktivität und Fitness haben weltweit ein großes Interesse an Interventionen zur Prävention von kognitiven Problemen im Alter und zur Verzögerung von demenziellen Erkrankungen ins Leben gerufen.</p>
<p><a href="http://blog-becker-stiftung.de/wp-content/uploads/2012/05/Abbildung3.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-4316" title="Abbildung3" src="http://blog-becker-stiftung.de/wp-content/uploads/2012/05/Abbildung3-300x199.png" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
<h6><strong>Abbildung 3: </strong>auch im höheren Alter scheint  körperliches Training Plastizitätsveränderungen im Gehirn hervorzurufen<strong> </strong></h6>
<p><strong> </strong></p>
<p>Wir denken, dass ein besonders wichtiger Aspekt von körperlicher Aktivität und Fitnesssteigerung jedoch nicht nur der akute Effekt auf die Hirnplastizität ist, sondern ein lang anhaltender positiver motivationaler Effekt auf den Lebensstil darstellt. Bislang ist jedoch relativ wenig über die motivationalen Auswirkungen durch die Verbesserung der körperlichen Fitness im hohen Alter bekannt. Unsere Hypothese ist, dass körperliche Fitnesssteigerung zu einer langfristigen positiven Beeinflussung des Lebensstils in Richtung eines explorativen, aktiven Lebensstils führen kann und das dies vor allem von der subjektiven Gesundheitsperspektive und der <strong><em>Integrität der o.g. motivationsrelevanten Netzwerke </em></strong>abhängt.</p>
<p>Es liegen bisher wenig Erkenntnisse vor, inwieweit sich die strukturelle Integrität neuromodulatorischer Netzwerke durch körperliches Training verbessern lässt und ob sich diese strukturellen Veränderungen möglicherweise auch auf die Neurotransmitterkonzentration auswirkt und dadurch Lernen und Gedächtnisleistungen sowie auf die persönliche Leistungsmotivation beeinflussen könnte. Erste Erkenntnisse aus Tierstudien werde ich in meinem nächsten Blog vorstellen.</p>
<p>Sandra Düzel</p>
<p><strong><br />
Ältere Blogbeiträge zum Förderpreis 2011 finden Sie hier:</strong><br />
<a href="http://blog-becker-stiftung.de/?p=3834" target="_self">Vorbericht</a><br />
<a href="http://blog-becker-stiftung.de/?p=3917" target="_self">Januar 2012</a><br />
<a href="http://blog-becker-stiftung.de/?p=4012" target="_self">Februar 2012</a><br />
<a href="http://blog-becker-stiftung.de/?p=4190">März 2012</a></p>
<p><strong>Literatur</strong></p>
<p>Andel, R., Crowe, M., Pedersen, N. L., Fratiglioni, L., Johansson, B., &amp; Gatz, M. (2008). Physical exercise at midlife and risk of dementia three decades later: a population-based study of Swedish twins. <em>J Gerontol A Biol Sci Med Sci, 63</em>(1), 62-66.</p>
<p>Bengtsson, S. L., Nagy, Z., Skare, S., Forsman, L., Forssberg, H., &amp; Ullen, F. (2005). Extensive piano practicing has regionally specific effects on white matter development. [Comparative Study Research Support, Non-U.S. Gov't]. <em>Nat Neurosci, 8</em>(9), 1148-1150.</p>
<p>Blumenthal, J. A., Emery, C. F., Madden, D. J., Schniebolk, S., Walsh-Riddle, M., George, L. K., . . . Coleman, R. E. (1991). Long-term effects of exercise on psychological functioning in older men and women. <em>J Gerontol, 46</em>(6), P352-361.</p>
<p>Broe, G. A., Creasey, H., Jorm, A. F., Bennett, H. P., Casey, B., Waite, L. M., . . . Cullen, J. (1998). Health habits and risk of cognitive impairment and dementia in old age: a prospective study on the effects of exercise, smoking and alcohol consumption. <em>Aust N Z J Public Health, 22</em>(5), 621-623.</p>
<p>Cotman, C. W., Berchtold, N. C., &amp; Christie, L. A. (2007). Exercise builds brain health: key roles of growth factor cascades and inflammation. <em>Trends Neurosci, 30</em>(9), 464-472.</p>
<p>Dik, M., Deeg, D. J., Visser, M., &amp; Jonker, C. (2003). Early life physical activity and cognition at old age. <em>J Clin Exp Neuropsychol, 25</em>(5), 643-653.</p>
<p>Draganski, B., Gaser, C., Busch, V., Schuierer, G., Bogdahn, U., &amp; May, A. (2004). Neuroplasticity: changes in grey matter induced by training. <em>Nature, 427</em>(6972), 311-312.</p>
<p>Dustman, R. E., Ruhling, R. O., Russell, E. M., Shearer, D. E., Bonekat, H. W., Shigeoka, J. W., . . . Bradford, D. C. (1984). Aerobic exercise training and improved neuropsychological function of older individuals. <em>Neurobiol Aging, 5</em>(1), 35-42.</p>
<p>Duzel, E., Schutze, H., Yonelinas, A. P., &amp; Heinze, H. J. (2011). Functional phenotyping of successful aging in long-term memory: Preserved performance in the absence of neural compensation. <em>Hippocampus, 21</em>(8), 803-814. doi: 10.1002/hipo.20834</p>
<p>Erickson, K. I., Voss, M. W., Prakash, R. S., Basak, C., Szabo, A., Chaddock, L., . . . Kramer, A. F. (2011). Exercise training increases size of hippocampus and improves memory. <em>Proc Natl Acad Sci U S A, 108</em>(7), 3017-3022.</p>
<p>Hawkins, H. L., Kramer, A. F., &amp; Capaldi, D. (1992). Aging, exercise, and attention. <em>Psychol Aging, 7</em>(4), 643-653.</p>
<p>Hill, R. D., Storandt, M., &amp; Malley, M. (1993). The impact of long-term exercise training on psychological function in older adults. <em>J Gerontol, 48</em>(1), P12-17.</p>
<p>Hillman, C. H., Erickson, K. I., &amp; Kramer, A. F. (2008). Be smart, exercise your heart: exercise effects on brain and cognition. <em>Nat Rev Neurosci, 9</em>(1), 58-65.</p>
<p>Karp, A., Paillard-Borg, S., Wang, H. X., Silverstein, M., Winblad, B., &amp; Fratiglioni, L. (2006). Mental, physical and social components in leisure activities equally contribute to decrease dementia risk. <em>Dement Geriatr Cogn Disord, 21</em>(2), 65-73.</p>
<p>Kramer, A. F., Hahn, S., Cohen, N. J., Banich, M. T., McAuley, E., Harrison, C. R., . . . Colcombe, A. (1999). Ageing, fitness and neurocognitive function. <em>Nature, 400</em>(6743), 418-419.</p>
<p>Larson, E. B., Wang, L., Bowen, J. D., McCormick, W. C., Teri, L., Crane, P., &amp; Kukull, W. (2006). Exercise is associated with reduced risk for incident dementia among persons 65 years of age and older. <em>Ann Intern Med, 144</em>(2), 73-81.</p>
<p>Laurin, D., Verreault, R., Lindsay, J., MacPherson, K., &amp; Rockwood, K. (2001). Physical activity and risk of cognitive impairment and dementia in elderly persons. <em>Arch Neurol, 58</em>(3), 498-504.</p>
<p>Lovden, M., Bodammer, N. C., Kuhn, S., Kaufmann, J., Schutze, H., Tempelmann, C., . . . Lindenberger, U. (2010). Experience-dependent plasticity of white-matter microstructure extends into old age. [Research Support, Non-U.S. Gov't]. <em>Neuropsychologia, 48</em>(13), 3878-3883.</p>
<p>Lovden, M., Schaefer, S., Noack, H., Bodammer, N. C., Kuhn, S., Heinze, H. J., . . . Lindenberger, U. (2012). Spatial navigation training protects the hippocampus against age-related changes during early and late adulthood. [Research Support, Non-U.S. Gov't]. <em>Neurobiol Aging, 33</em>(3), 620 e629-620 e622.</p>
<p>Lovden, M., Schaefer, S., Noack, H., Kanowski, M., Kaufmann, J., Tempelmann, C., . . . Backman, L. (2011). Performance-related increases in hippocampal N-acetylaspartate (NAA) induced by spatial navigation training are restricted to BDNF Val homozygotes. [Research Support, Non-U.S. Gov't]. <em>Cereb Cortex, 21</em>(6), 1435-1442.</p>
<p>Lytle, M. E., Vander Bilt, J., Pandav, R. S., Dodge, H. H., &amp; Ganguli, M. (2004). Exercise level and cognitive decline: the MoVIES project. <em>Alzheimer Dis Assoc Disord, 18</em>(2), 57-64.</p>
<p>Madden, D. J., Blumenthal, J. A., Allen, P. A., &amp; Emery, C. F. (1989). Improving aerobic capacity in healthy older adults does not necessarily lead to improved cognitive performance. <em>Psychol Aging, 4</em>(3), 307-320.</p>
<p>Maguire, E. A., Gadian, D. G., Johnsrude, I. S., Good, C. D., Ashburner, J., Frackowiak, R. S., &amp; Frith, C. D. (2000). Navigation-related structural change in the hippocampi of taxi drivers. <em>Proc Natl Acad Sci U S A, 97</em>(8), 4398-4403.</p>
<p>Nyberg, L., Lovden, M., Riklund, K., Lindenberger, U., &amp; Backman, L. (2012). Memory aging and brain maintenance. <em>Trends Cogn Sci</em>.</p>
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		<title>Rente mit 67 in Polen</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 19:42:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Becker Stiftung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausland]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;In Polen sollen Beschäftigte künftig bis zum Alter von 67 Jahren arbeiten, um eine volle Rente zu bekommen. Das polnische Abgeordnetenhaus beschloss am Freitag in Warschau mit 268:185 Stimmen die Anhebung des Renteneintrittsalters in Schritten. [...] Derzeit liegt das Rentenalter für Frauen bei 60 Jahren, für Männer bei 65 Jahren. Durch die Reform, die von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;In Polen sollen Beschäftigte künftig bis zum Alter von 67 Jahren  arbeiten, um eine volle Rente zu bekommen. Das polnische  Abgeordnetenhaus beschloss am Freitag in Warschau mit 268:185 Stimmen  die Anhebung des Renteneintrittsalters in Schritten. [...] Derzeit liegt das  Rentenalter für Frauen bei 60 Jahren, für Männer bei 65 Jahren. Durch  die Reform, die von 2013 an gelten soll, wird es bis 2020 für Männer und  bis 2040 für Frauen erhöht [...]&#8221;</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.sueddeutsche.de/e5T38o/622029/Rente-mit-67-in-Polen.html" target="_blank">http://www.sueddeutsche.de/e5T38o/622029/Rente-mit-67-in-Polen.html</a>, 12.05.2012</p>
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		<title>Telekom will ältere Beschäftigte fördern</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 19:34:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Becker Stiftung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Good Practice]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Die neue Personalchefin der Deutschen Telekom, Marion Schick, will ältere Beschäftigte stärker fördern als bisher. &#8220;Die wichtige Frage ist, wie wir langjährige Beschäftigte weiterqualifizieren, so dass sie in den innovativen Bereichen, in denen wir Bedarf haben, arbeiten können&#8221;, sagte Schick der &#8220;Süddeutschen Zeitung&#8221; (Samstagausgabe). Sie fügte hinzu: &#8220;Hier sehe ich auch keine Altersgrenze. Ich zucke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Die neue Personalchefin der Deutschen Telekom, Marion  Schick, will ältere Beschäftigte stärker fördern als bisher. &#8220;Die  wichtige Frage ist, wie wir langjährige Beschäftigte  weiterqualifizieren, so dass sie in den innovativen Bereichen, in denen  wir Bedarf haben, arbeiten können&#8221;, sagte Schick der &#8220;Süddeutschen  Zeitung&#8221; (Samstagausgabe). Sie fügte hinzu: &#8220;Hier sehe ich auch keine  Altersgrenze. Ich zucke immer zusammen, wenn es heißt, Ältere ab 55  müsse man nicht weiterbilden, die sollten sich auf die Rente  vorbereiten [...]&#8221;</p>
<p>Den kompletten Artikel finden Sie hier:<br />
<a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/telekom-will-aeltere-beschaeftigte-foerdern-id6649355.html" target="_blank">http://www.derwesten.de/nachrichten/telekom-will-aeltere-beschaeftigte-foerdern-id6649355.html</a>, 12.05.2012</p>
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		<title>Jenaer Altersforscher mit Ernst-Jung-Medaille für Medizin in Gold für sein Lebenswerk ausgezeichnet</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 19:56:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Becker Stiftung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die renommierte Hamburger Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung hat vier Wissenschaftler für ihre herausragende medizinische Forschung geehrt und Preisgelder von insgesamt 540.000 Euro vergeben. Die Auszeichnungen gingen an Mediziner in San Francisco, Tübingen, Hamburg und Jena. Für sein Lebenswerk wurde Professor Dr. Peter Herrlich, 71, vom Leibniz-Institut für Altersforschung (FLI) in Jena mit der Ernst-Jung-Medaille [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die  renommierte Hamburger Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung hat  vier Wissenschaftler für ihre herausragende medizinische Forschung  geehrt und Preisgelder von insgesamt 540.000 Euro vergeben. Die  Auszeichnungen gingen an Mediziner in San Francisco, Tübingen, Hamburg  und Jena. Für sein Lebenswerk wurde Professor Dr. Peter Herrlich, 71,  vom Leibniz-Institut für Altersforschung (FLI) in Jena mit der  Ernst-Jung-Medaille für Medizin in Gold ausgezeichnet. Seine  Forschungsarbeiten zur Entstehung und zum Wachstum von Krebszellen waren  wegweisend und haben wesentlich dazu beigetragen, grundlegende  molekularbiologische Mechanismen aufzuklären, die zu Krebserkrankungen  führen.</p>
<p>Die  diesjährigen Preise der Ernst-Jung-Stiftung wurden am 4. Mai 2012 in  Hamburg an vier Wissenschaftler für ihre herausragende medizinische  Forschung vergeben, insgesamt Preisgelder von 540.000 Euro. Gestiftet  von dem Hamburger Kaufmann und Reeder Ernst Jung (1896-1976) wird seit  1976 jährlich der Ernst-Jung-Preis für Medizin verliehen, der  bahnbrechende medizinische Forschungen auszeichnet. Neben diesem  Forscherpreis wird auch die Ernst-Jung-Medaille in Gold verliehen, mit  der das Lebenswerk von Medizinwissenschaftlern gewürdigt wird, sowie der  Ernst-Jung-Karriere-Förder-Preis für medizinische Forschung, der  erfolgreiche Nachwuchsmediziner auszeichnet.</p>
<p>Mit der Ernst-Jung-Medaille für Medizin in Gold ehrte die Hamburger  Stiftung in diesem Jahr Herrn Prof. Dr. med. Peter Herrlich vom  Leibniz-Institut für Altersforschung &#8211; Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in  Jena für sein herausragendes Lebenswerk. Damit wurden Herrlich’s  Verdienste zur Aufklärung grundlegender molekularbiologischer  Mechanismen bei der Entstehung von Krebserkrankungen gewürdigt. Mit der  Vergabe der Gold-Medaille ist noch ein 30.000-Euro-Stipendium zur  Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses verbunden, für das der  Preisträger einen Stipendiaten benennen darf.</p>
<p>„Seit Jahrzenten ist er dem Krebs auf der Spur“, so Peter Herrlich’s  Laudator Professor Wulf Palinski von der University of California, San  Diego. „Seine Arbeiten konzentrieren sich dabei vor allem auf die  Mechanismen, die Krebszellen zum Wachstum und zur Verbreitung antreiben,  aber auch auf die Gegenspieler, die den Krebs hemmen und entweder von  den Zellen selbst spontan als Tumorsuppressoren eingesetzt oder durch  Medikamente aktiviert werden.“ Die Beantwortung essentieller Fragen, zum  Beispiel welche Gene und Proteine bei der Wanderung von Krebszellen und  der damit verbundenen Metastasen-Bildung im Organismus beteiligt sind,  wie die Krebszellen sich untereinander verständigen und welche Funktion  einzelne Proteine dabei übernehmen, können dazu beitragen, neue  Medikamente zur Behandlung fortgeschrittener Krebsstadien zu entwickeln.  Ein von Peter Herrlich mitentwickelter Krebshemmstoff hat schon den Weg  in die Klinik genommen.</p>
<p>Nach Forschungsaufenthalten in München, Chicago, New York, Berlin und  Karlsruhe kam der Mediziner Herrlich 2003 nach Jena und wurde  Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Altersforschung &#8211;  Fritz-Lipmann-Institut (FLI) sowie Professor für Molekulargenetik an der  Friedrich-Schiller-Universität. Er initiierte die Neuausrichtung des  Institutes zum ersten deutschen Forschungsinstitut, das sich seit 2004  erfolgreich der biomedizinischen Altersforschung widmet und molekulare  Mechanismen von Alterungsprozessen und altersbedingten Krankheiten  untersucht. Den Namensgeber des Instituts, den Nobelpreisträger Fritz  Lipmann, konnte er während seines Aufenthalts an der Rockefeller  University in New York zwischen 1969 und 1970 sogar persönlich kennen  und schätzen lernen.</p>
<p>„Gerade der Kontakt zu namhaften Wissenschaftlern, mit denen ich in  meinen jungen Jahren zusammengearbeitet habe, haben mich gelehrt, als  Forscher nicht zu behaupten, wir würden die Rätsel der Menschheit lösen,  sondern sich immer kleine Fragen zu stellen, die es zu beantworten  gilt“, berichtet Herrlich. „In kleinen Etappen, Puzzleteil für  Puzzleteil, wollen wir verstehen, wie beispielsweise der  Alterungsprozess mit der Entstehung von Krebserkrankungen zusammenhängt,  welche Rolle bestimmte Gene und Eiweiße dabei spielen und was kritische  Krankheitszustände auslöst“, unterstreicht Herrlich.</p>
<p>„Etwas verwundert bin ich schon, dass man ein Lebenswerk in der Mitte  des Lebens würdigt“, merkt der Vollblutwissenschaftler Herrlich, der  jetzt „gerade mal 71 Jahre alt“ ist, verschmitzt an. „Als Altersforscher  lernt man, dass man nicht einfach aufhören darf. Man sollte weiter  seinen Kopf anstrengen und auch körperlich aktiv bleiben.“ Herrlich, der  dieser Tage neue Drittmittel für seine Arbeitsgruppe beantragt und für  weitere 2 Jahre einen Vertrag hat, hat noch viele tolle Ideen für neue  Forschungsprojekte und betreut immer noch zwei PostDocs und drei  Doktoranden.</p>
<p>Herrlich, der bis Ende letzten Jahres Wissenschaftlicher Direktor des  FLI war, hat die meist bürokratische Seite der Administration nie  gemocht und versucht, das Institut auf seine ganz eigene Weise zu  leiten, nämlich „mit niedrigen Hierarchien und einem hohen Maß an  Eigenverantwortung der jungen Wissenschaftler“. Seine kurze Dankesrede  vor den etwa 100 Besuchern der Festveranstaltung nutzte er daher gleich  zu einer forschungspolitischen Aussage. „Forschungsfortschritt hängt von  einzelnen Köpfen ab, die ohne Vorgaben ihren eigenen Ideen folgen  dürfen; mit kleinen Arbeitsgruppen, die nach eigener Wahl  zusammenarbeiten“, so das Statement von Herrlich. Er sah diese Sicht  vieler Wissenschaftler stark kontrastiert durch die forschungspolitische  Wirklichkeit, „die Fusionen und Vernetzungen erzwingt, die Größe mit  Exzellenz verwechselt, und den Wissenschaftlern thematische Vorschriften  macht“. Seine Volte gegen die &#8220;Gigantomanie&#8221; und den inhaltlichen  Dirigismus erfuhr große Zustimmung durch die anwesenden Wissenschaftler  im Publikum.</p>
<p>Der Ernst-Jung-Preis für Medizin in Höhe von 300.000 Euro wurde dieses  Jahr geteilt und ging je zur Hälfte an Prof. Peter Walter aus San  Francisco (57, University of California / Howard Hughes Medical  Institute) und Dr. Elisa Izaurralde aus Tübingen (52,  Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie). Der mit 210.000 Euro  dotierte Ernst-Jung-Karriere-Förder-Preis wurde an den Hamburger  Forscher Dr. Samuel Huber, 33, verliehen, der von der Yale Universität  an das Uniklinikum Eppendorf zurückgekehrt ist.</p>
<p>Kontakt:<br />
Dr. Kerstin Wagner<br />
Leibniz-Institut für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI)<br />
Beutenbergstr. 11, 07745 Jena<br />
Tel.: 03641-656378, Fax: 03641-656335, E-Mail: presse@fli-leibniz.de</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.idw-online.de/pages/de/news476715">idw.de</a>, 10.05.2012</p>
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		<title>Mit der Kraft der optimistischen Einstellung in ein gesundes Alter</title>
		<link>http://blog-becker-stiftung.de/?p=4305</link>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 19:48:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Becker Stiftung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit der Kraft der optimistischen Einstellung in ein gesundes Alter: Wer sich sein Leben im Ruhestand aktiv, gesund und gesellig vorstellt, wird später enorm davon profitieren &#8211; das weist eine aktuelle Studie des Deutschen Zentrums für Altersfragen nach. Die jetzt startende Fortsetzung der Studie PREFER &#8220;Den Ruhestand aktiv gestalten&#8221; erprobt diese Erkenntnisse in der Praxis. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit  der Kraft der optimistischen Einstellung in ein gesundes Alter: Wer  sich sein Leben im Ruhestand aktiv, gesund und gesellig vorstellt, wird  später enorm davon profitieren &#8211; das weist eine aktuelle Studie des  Deutschen Zentrums für Altersfragen nach. Die jetzt startende  Fortsetzung der Studie PREFER &#8220;Den Ruhestand aktiv gestalten&#8221; erprobt  diese Erkenntnisse in der Praxis.</p>
<p>Gebrechlich,  krank und einsam – wer sich sein eigenes Altwerden so oder so ähnlich  schon in jüngeren Jahren vorstellt, der wird im letzten Lebensabschnitt  seine negativen  Vorstellungen vom Altern wahrscheinlich am eigenen Leib  erfahren. Wer sich aber das Leben im Ruhestand gesund, aktiv und  gesellig ausmalt, der wird auch im Alter von dieser positiven  Einstellung profitieren.</p>
<p>Studien des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) konnten zeigen,  dass sich eine optimistische Sicht auf das Älterwerden positiv auf  Gesundheit und körperliche Aktivität im Alter auswirkt – und zwar  unabhängig davon, wie gesund jemand ist. Zudem spielt die Überzeugung,  Aktivitäten beginnen und aufrechterhalten zu können, eine wichtige  Rolle: Besitzen ältere Menschen diese optimistischen Überzeugungen, sind  sie oftmals aktiver, besonders dann, wenn sie zusätzlich soziale  Unterstützung aus ihrem Umfeld bekommen. In der Vorstellungskraft des  Menschen liegt ein großes Potenzial zur Förderung von Gesundheit und  Lebensqualität im Alter. Nicht allein eine gute medizinische Versorgung  ist für Gesundheit und Lebensqualität im Alter von Bedeutung, sondern  auch die Nutzung dieses Potenzials.</p>
<p>Eine neue Studie des DZA zielt darauf ab, ältere Menschen in der aktiven  Gestaltung ihres Ruhestands zu unterstützen. „Auf der Grundlage der  erstaunlichen Effekte von negativen und positiven Vorstellungen vom  Älterwerden wollen wir in der neuen Studie älteren Menschen Wege  aufzeigen, wie sie ihre negativen Vorstellungen verändern können“, sagt  Prof. Dr. Clemens Tesch-Römer, Direktor des DZA zum Start der  großangelegten Studie Den Ruhestand aktiv gestalten.  Altersbilder,  persönliche Überzeugungen und Gewohnheiten sollen im Rahmen der Studie  bewusst gemacht und hinterfragt werden. Zudem werden die Teilnehmerinnen  und Teilnehmer – geplant sind 400 Personen – bei der aktiven Gestaltung  ihres Ruhestandes unterstützt.</p>
<p>Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung  geförderte Studie  wird in Kooperation mit der Freien Universität Berlin durchgeführt. Die  Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer lernen eine breite Palette  unterschiedlicher Engagement- und Bewegungsmöglichkeiten in Berlin  kennen. Neue Aktivitäten sollen entdeckt, Tricks zur Überwindung des  &#8220;inneren Schweinehunds&#8221; vermittelt werden. Die Teilnehmer lernen  aktuelle Erkenntnisse aus der Wissenschaft kennen und können diese mit  ihren eigenen Altersbildern vergleichen. Zudem geben sie ihre  Erfahrungen an die  Wissenschaft weiter und können gleichgesinnte  Menschen für eine aktive Gestaltung ihres Alltags kennenlernen.</p>
<p>Das DZA sucht in Berlin lebende Teilnehmerinnen und -teilnehmer ab 65  Jahren für diese neue Studie. Die Teilnahme umfasst bis zu drei Besuche  am Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA). Die Besuche finden in  Kleingruppen mit maximal acht Personen statt und dauern jeweils etwa  drei Stunden. Die Teilnahme ist kostenfrei.</p>
<p>Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Projekts: <a href="http://www.dza.de/DE/PREFER" target="_new">http://www.dza.de/DE/PREFER</a><br />
sowie per E-Mail oder telefonisch: Dr. Lisa Warner  (lisa.warner@fu-berlin.de, Tel. 030/ 260 740 92) oder Dr. Julia Wolff  (julia.wolff@dza.de, Tel. 030/260 740 34).</p>
<p>Quelle: <a href="Mit der Kraft der optimistischen Einstellung in ein gesundes Alter?PHPSESSID=t76evrig2onu04m0gsvlrv8ib7" target="_blank">idw.de</a>, 09.05.2012</p>
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		<title>Was fängt mit 66 Jahren wirklich an?</title>
		<link>http://blog-becker-stiftung.de/?p=4301</link>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 18:33:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Becker Stiftung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundgrube]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;„Und a jeds Leben ist anders“ heißt der oberösterreichische Dokumentarfilm, der am Donnerstag im Ursulinenhof gezeigt wird. Er handelt vom Älterwerden und zeigt 85-Jährige in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen. Anschließend diskutieren Experten zum Thema „Mit 66 Jahren &#8230; was fängt da an?“. Einer davon ist Severin Renoldner (52), Leiter des Sozialreferats der Diözese Linz, aus Wartberg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;„Und a jeds Leben ist anders“ heißt der  oberösterreichische Dokumentarfilm, der am Donnerstag im Ursulinenhof  gezeigt wird. Er handelt vom Älterwerden und zeigt 85-Jährige in ihren  unterschiedlichen Lebenssituationen.</p>
<p>Anschließend diskutieren Experten zum Thema  „Mit 66 Jahren &#8230; was fängt da an?“. Einer davon ist Severin Renoldner  (52), Leiter des Sozialreferats der Diözese Linz, aus Wartberg ob der Aist.</p>
<p>OÖN: Was beginnt mit 66?</p>
<p>Renoldner: Mit 66 Jahren beginnt das Ende der  gesellschaftlichen Erwartungen an Erwerbsarbeit. Die Menschen werden von  einem Zwang befreit, den sie oft schon mit 55 nicht mehr erfüllen  können – durch Altersarbeitslosigkeit oder früheren Pensionseinstieg [...]&#8221;</p>
<p>Das komplette Interview finden Sie hier:<br />
<a href="http://www.nachrichten.at/ratgeber/familie/art124,880823" target="_blank">http://www.nachrichten.at/ratgeber/familie/art124,880823</a>, 08.05.2012</p>
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		<title>Nur jedes zwölfte Unternehmen sucht gezielt ältere Mitarbeiter</title>
		<link>http://blog-becker-stiftung.de/?p=4298</link>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 18:24:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Becker Stiftung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog-becker-stiftung.de/?p=4298</guid>
		<description><![CDATA[Folgen des demographischen Wandels werden von 40 Prozent der Betriebe noch nicht als dringlich angesehen Trotz zahlreicher Appelle von Politik und Wirtschaftsverbänden sucht lediglich jedes zwölfte Unternehmen gezielt nach Arbeitnehmern über 50 Jahre. Das belegt eine Studie des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens Mercer und der Bertelsmann Stiftung bei 200 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Folgen des demographischen Wandels werden von 40 Prozent der Betriebe noch nicht als dringlich angesehen</strong></p>
<p>Trotz zahlreicher Appelle von Politik und  Wirtschaftsverbänden sucht lediglich jedes zwölfte Unternehmen gezielt  nach Arbeitnehmern über 50 Jahre. Das belegt eine Studie des Beratungs-  und Dienstleistungsunternehmens Mercer und der Bertelsmann Stiftung bei  200 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auch nach  der Umstellung auf die Rente mit 67 rechnet nur jedes zweite befragte  Unternehmen zukünftig mit mehr Arbeitsplätzen für über 60-Jährige.</p>
<p>Bei der Suche nach neuen Mitarbeitern fällt auf, dass nur 8 Prozent der  Betriebe gezielt Arbeitnehmer über 50 Jahre ansprechen. Lediglich 8,3  Prozent suchen nach ausländischen Mitarbeitern. 15,4 Prozent der  Unternehmen sprechen gezielt Frauen und 15,7 Prozent junge Menschen  unter 30 Jahren an. 27,2 Prozent der Betriebe versprechen sich neue  Mitarbeiter durch eine Kooperation mit Universitäten und immerhin 20,2  Prozent arbeiten bei der Rekrutierung mit den örtlichen Schulen  zusammen.</p>
<p>Zwar erkennen viele Betriebe die durch den demographischen Wandel  verursachten Probleme. An Lösungen mangelt es jedoch. So sieht jede  zweite befragte Firma zwar die betrieblichen Konflikt¬potenziale, die  sich durch eine verändernde Altersstruktur abzeichnen. Die konsequente  Förde¬rung des Miteinanders verschiedener Generationen als Antwort  darauf wird jedoch im Arbeitsalltag häufig vernachlässigt.</p>
<p>Einerseits stehen für 56 Prozent der Befragten die „Erhaltung der  Arbeits- und Leistungsfähigkeit“ sowie die „Mitarbeiterentwicklung und  Nachfolgeplanung“ im Vordergrund. Andererseits sind aber nur für ein  Drittel der Unternehmen der Aufbau und die Optimierung eines  betrieblichen Gesund-heitsmanagements vordringlich. Handlungsbedarf  sehen die Betriebe eher bei den Themen Ver-einbarkeit von Familie und  Beruf sowie der Förderung von Veränderungsbereitschaft bei  Beschäf¬tigten und Führungskräften.</p>
<p>Geeignete Maßnahmen, um den Herausforderungen des demographischen  Wandels zu begeg-nen, scheitern nach Angaben der Befragten aus mehreren  Gründen: 40 Prozent haben die Dring-lichkeit des Themas noch nicht  hinreichend erkannt, die Hälfte verfügt nicht über ausreichende  personelle und finanzielle Ressourcen, bei einem Drittel fehlen feste  Verantwortlichkeiten für das Thema. Viele kennen die Auswirkungen des  demographischen Wandels für ihr Unternehmen nicht. Mehr als ein Drittel  der Unternehmen hat bisher keine Altersstrukturanalyse durchgeführt.  Einige der Befragten konnten weder belastbare Zahlen zum  Altersdurchschnitt, dem Anteil weiblicher Mit¬arbeiter oder der  Auszubildenden benennen.</p>
<p>An der Studie nahmen im ersten Quartal dieses Jahres 218 Personen aus  200 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz teil.</p>
<p>Quelle: <a href="http://idw-online.de/pages/de/news476168" target="_blank">idw.de</a>, 07.05.2012</p>
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		<title>Europäische Chemie-Sozialpartner: Strategien für aktives Altern</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 19:14:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Becker Stiftung</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>

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		<description><![CDATA[Aktiv altern — das ist nicht nur Wunschtraum vieler und Leitbild einer Gesellschaft, die das „alte Eisen“ früherer Zeiten durch die „jungen Alten“ ersetzt hat, sondern auch das Motto eines für 2012 ausgerufenen europäischen Jahres. Dem Thema „Active Ageing“ sind zahlreiche Veranstaltungen der EU-Kommission in Brüssel und andernorts gewidmet. Handlungsfeld Demografie Auch die europäischen Chemie-Sozialpartner, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aktiv altern — das ist nicht nur Wunschtraum vieler und Leitbild  einer Gesellschaft, die das „alte Eisen“ früherer Zeiten durch die  „jungen Alten“ ersetzt hat, sondern auch das Motto eines für 2012  ausgerufenen europäischen Jahres. Dem Thema „Active Ageing“ sind  zahlreiche Veranstaltungen der EU-Kommission in Brüssel und andernorts  gewidmet.</p>
<p><strong>Handlungsfeld Demografie</strong><br />
Auch  die europäischen Chemie-Sozialpartner, die das Feld des demografischen  Wandels schon länger gestalten, haben sich die Themen „aktives Altern“  und „Age Management&#8217; in den Unternehmen unserer Branche auf die Fahne  geschrieben: Im Rahmen eines von der EU-Kommission geförderten Projekts  sind ECEG (European Chemical Employers Group), EMCEF (European Chemical,  Mine and Energy Workers‘ Federation) und FECCIA (European Federation of  Managers in the Chemical Industry) der Frage nachgegangen, wie sich die  Auswirkungen des demografischen Wandels — Alterung der Belegschaften,  Know-how-Verlust, Fachkräftemangel usw. — in den Griff bekommen lassen,  damit die Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie in Europa ebenso  erhalten bleibt wie das hohe Beschäftigungsniveau.</p>
<p><strong>EU-weite Unternehmensbefragung</strong><br />
Die  Antwort lautet: Die Chemie tut viel, aber noch nicht genug. Nach einer  online durchgeführten Unternehmensbefragung, deren erste Ergebnisse  jetzt vorliegen, ist das Bewusstsein für den demografischen Wandel und  die damit einhergehenden Herausforderungen in der europäischen Chemie  durchaus geschärft; es gibt kaum Unternehmen, die den Handlungsdruck in  Vogel-Strauß-Manier leugnen. Und so spielt das Thema in der  überwiegenden Zahl der Betriebe eine Rolle und wird mit den  Beschäftigten in Betriebsräten oder anderen Foren diskutiert. Auch sind  etwa Altersstrukturanalysen weit verbreitet. Allerdings weist das Age  Management an vielen Ecken noch Defizite auf. Nach den bisher  vorliegenden Daten werden noch zu wenig Anreize für einen möglichst  langen Verbleib im Erwerbsleben gesetzt. Auch ist der Einsatz älterer  Beschäftigter als Mentoren für jüngere Kollegen kaum verbreitet. Hier  gilt es, noch viele Erfahrungsschätze zu heben.</p>
<p><strong>Internationale Konferenz in Prag</strong><br />
Diese  und andere Erkenntnisse wurden auf einer Konferenz in Prag vorgestellt  und diskutiert, die das Thema „Active Ageing Strategies in the European  Chemical Industry“ aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet hat. Mitte  März tauschten sich europäische und nationale Sozialpartner,  tschechische und deutsche Unternehmen, EU-Kommission und Wissenschaftler  darüber aus, was auf den jeweiligen Ebenen bereits getan wird und wo  Age Management verbessert werden kann. Eines war allen Beiträgen  gemeinsam: Als Dreh- und Angelpunkt dienten die Erfahrungen und  Lösungsstrategien der europäischen Chemie. Diese braucht sich im  Sektorenvergleich nicht zu verstecken: In Europa nimmt unsere Branche  nach einhelliger Meinung der Diskutanten die Rolle eines „Eisbrechers“  ein. Die chemische Industrie hat die demografische Herausforderung als  strategisches Handlungsfeld erkannt. Auf nationaler und europäischer  Ebene werden passende Lösungsansätze entwickelt.</p>
<p><strong>Weitere Informationen</strong><br />
Präsentationen der Fachtagung und Ergebnisse der europäischen Unternehmensbefragung finden Sie unter <strong><a href="http://www.demographicsinchemistry.eu" target="_blank">www.demographicsinchemistry.eu</a></strong></p>
<p><strong>Quelle: </strong><a href="http://www.bavc.de/bavc/web/web.nsf/print/li_ib_42012_st5.html?OpenDocument&amp;vCMSTemplate=druckversion" target="_blank">http://www.bavc.de/bavc/web/web.nsf/print/li_ib_42012_st5.html?OpenDocument&amp;vCMSTemplate=druckversion</a>, 06.05.2012</p>
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